Histerische Menschen überall, letzte Besprechung, wer denn was gelernt hat.
Das ihnen selbst nicht auffällt, dass das nichts bringt. Dann nehmen alle ihren Platz ein und breiten ihr Essen vor sich aus. Auf meinem Tisch steht nur ein Flasche Wasser, davor eine Packung Kaugummis.
Man kommt sich vor wie bei einer Bastelstunde, wenn man den Rand abmisst und die Bögen damit richtig faltet. Die Vorschläge werden uns gebracht, kurze Rede, wir schaffen das schon und es geht los.
Mir bleibt leider nicht die Wahl, also nehme ich Kleist, meinen besten Freund.
Es kommt mir vor als würde der Minutenzeiger sich so schnell drehen wie eigentlich der Sekundenzeiger. Die Zeit verfliegt. Um Notizen an den Rand des Textes zu schreiben und ein Konzept zu machen, benötige ich fast 2 Stunden. Und seit Anfang der Klausur drückt meine Blase. Ganz klasse.
Um kurz nach 1 renne ich doch schnell zum Klo und verschwende die Zeit, die mir am Ende fehlte. Die 2.Aufgabe hat keinen richtigen Abschluss gefunden. Nicht mehr zu ändern.
Ich stecke die Bögen ineinander, lege sie vorne auf dem Lehrerpult ab und verschwinde nach draußen. A. und ich steigen in das Auto ihrer Mutter und diskutieren kurz über die Vorschläge. A. hat den anderen genommen. Mir ist schlecht während der Fahrt, mein Kopf tut weh und ich merke, dass ich krank werde, der Hals kratzt. Ich steige aus, gehe mit Tasche hoch in mein Zimmer und schmeiß mich aufs Sofa. Für heute wurde genug getan. Jetzt warten wir, dass es Abend wird und wir genießen, dass wir jung sind.


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